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Montag, 12. Dezember 2016

San Francisco Throwback

Fisherman's Warf, Golden Gate Bridge und Hippies überall. Acht Monate ist es schon her. San Francisco am Ocean Beach bei Nacht, mit einem Fremden auf einer Picknick-Decke. Wunderschöner klarer Himmel. Klägliche Versuche Sternbilder ausfindig zu machen. Lachen. Der Mondschein beleuchtet die vom Meer gezeichneten Bilder. Man sitzt beieinander, beobachtet schweigend die Wellen und hat das Gefühl noch nie etwas schöneres gesehen zu haben. Ein Gefühl von Frieden und Freiheit macht sich breit.

Manchmal tut es gut, zurück zu schauen und sich an Momente wie diese zu erinnern. Natürlich wird man etwas melancholisch aber gleichzeitig gibt es mir Hoffnung. Irgendwann wird dieses Gefühl zu mir zurück kommen. Vielleicht schon bald. Hier in Deutschland haben die kalten und trüben Tage längst Einzug gehalten. Es ist Advent, aber die gemütliche und besinnliche Adventsstimmung hält sich auch etwas zurück. Wahrscheinlich liegt es am regnerischen Wetter. Geschneit hat es schon seit Tagen nicht mehr. 

In San Francisco war ich eigentlich wegen einer "Weekend Class" von Alliant International University speziell für Au Pairs. Gelernt haben wir da etwas über die Geschichte der Stadt San Francisco, über Kalifornien und über die USA allgemein. Wir saßen aber zum Glück nicht die ganze Zeit im Klassenzimmer. Wir haben auch die Stadt an sich erkundet. Sind die unzähligen Stufen zum Coit Tower hoch gestiegen. Haben Fisherman's Warf mit Pier 39 und denn putzigen Robben gesehen. Waren im Walt Disney Family Museum, im Golden Gate Park, im De Young Kunst-Museum und haben eine Stadt-Rallye gemacht.

Am Montag und Dienstag nach dem Wochenende habe ich mir Urlaubstage genommen, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Da bin ich dann natürlich zur Golden Gate Bridge gegangen, darf ja wohl nicht fehlen! Hab einen atemberaubenden Ausblick auf San Francisco von den Twin Peaks genossen und habe fast einen kompletten Tag auf der Insel Alcatraz verbracht. Das war mal eine Gefängnis-Insel und das Gebäude mit den Gefängniszellen war noch sehr gut erhalten. Es gab da auch eine Audio-Tour auf deutsch. Ich fand das mega interessant! Also schaut es euch an, wenn ihr mal dort seid. Einen Abend habe ich mit meinem Couchsurfing-Host verbracht und da waren wir im Musée Mécanique. Das ist eine Spielhalle mit einer Sammlung von antiken Jahrmarktsautomaten und fast alle noch betriebsfähig. Also wer so auf Flohmärkte und Vintage stuff steht, dem wird’s gefallen. Ich fands klasse und wir hatten dort echt ne Menge Spaß beim spielen der Arcade Automaten. Anschließend waren wir ganz klassisch in einem Fisch Restaurant in Fisherman's Warf essen. War lecker!

*Sorry für die Menge an Bildern. Ich hatte über 600 und es war echt schwer, sich zu beschränken.




Coit Tower










Beachtime





Walt Disney Family Museum





De Young Museum

Twin Peaks



Golden Gate Bridge

Auf dem Weg nach Alcatraz / on the way to Alcatraz









"The Painted Ladies"

letztes Frühstück in San Francisco / last breakfast in San Francisco

Auf dem Weg zurück nach Hause / on the way back home

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Fisherman's Warf, Golden Gate Bridge and hippies everywhere. It's eight months ago. San Francisco, Ocean Beach at night, with a stranger on a picnic blanket. Beautiful clear sky. Miserable attempts to find star images. Laughter. The moonlight illuminates the images drawn by the sea. We sit together silently, watch the waves and have never felt anything more beautiful. A feeling of peace and freedom is spreading.

Sometimes it is good to look back and remember moments like this. Of course you get melancholic but at the same time, I feel hope. Somehow this feeling will come back to me. Maybe soon. Here in Germany the cold and cloudy days took over. It is Advent, but the typical cozy and contemplative feeling is missing. It is probably because of the rainy weather. It hasn't snowed for days.

In San Francisco I was actually because of a weekend class for Au Pairs from Alliant International University. We have learned something about the history of the city of San Francisco, about California and about the USA in general. However, we were not just sitting in the classroom all the time. We also explored the city itself. We walked up to the Coit Tower, countless steps. Have seen Fisherman's Warf with Pier 39 and for cute seals. Went at the Walt Disney Family Museum, the Golden Gate Park, the De Young Art Museum and have made a city rally.

On Monday and Tuesday after the weekend, I took leave to explore the city on my own. Then I went to the Golden Gate Bridge, of course, must not be missing! Enjoyed a breathtaking view of San Francisco from the Twin Peaks and spent almost a full day on the island of Alcatraz. This was once a prison island and the building with the prison cells was still very well preserved. There was also an audio tour in German. I found it totally interesting! So check it out if you get there. One evening I spent with my Couchsurfing host and we went to the Musée Mécanique. This is a gambling hall with a collection of antique arcade machines and almost all of them are still operational. If you like flea markets and vintage stuff, you gonna like it. I thought it was great and we had a lot of fun playing the devices. Afterwards we went to a fish restaurant in Fisherman's Warf for dinner. It was delicious!

*Sorry for so many pictures. I had over 600 and it was hard to decide for just a few.



Montag, 21. November 2016

Back home°

"Na, wie wars in Amerika?" diese Frage hör ich in letzter Zeit ständig. Mittlerweile nervt es mich schon ein wenig. Natürlich freu ich mich, wenn sich jemand für mich und meine Geschichte interessiert. Aber erwartet wird ja meistens eine schnelle und knappe Antwort. Und wie bitteschön soll man Ereignisse von 13 Monaten in ein, zwei Sätze packen? Meistens sag ich einfach nur noch "Es war gut! Richtig super!" Aber natürlich war nicht immer alles toll. So wie das Leben eben ist. Es gab Streit, Herzschmerz, Missverständnisse, Zweifel,... eben auch einfach schlechte Tage. Ziemlich oft hab ich mich tatsächlich gefragt warum ich eigentlich dort bin und diesen Job mach. 45 Stunden pro Woche Ersatz-Mama für vier Kids spielen ist kein leichter Job, auch wenn viele immer denken "Ach Babysitten? Na das macht ja bestimmt Spaß!". Es ist harte psychische und körperliche Arbeit! Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kinder und irgendwann in vielen, vielen Jahren werde ich eventuell auch mal eigene haben, aber bis dahin möchte ich gern mein Leben mit all seinen Freiheiten und Vorzügen genießen. Wenn man dann nämlich erstmal Mama ist, ist das eigene Leben ziemlich eingeschränkt. Im Endeffekt bin ich sehr froh, dass ich es durchgezogen hab. Hätte es die schlechten Tage nicht gegeben, hätte ich die guten nicht so zu schätzen gelernt. Und ich hab ja nicht nur gearbeitet. Da waren freie Wochenenden, Urlaubstage und ein Reisemonat, womit ich doch tatsächlich auf die Zahl von 16 bereisten US-Staaten gekommen bin.

Jetzt bin ich wieder zurück. Zuhause. Mein eigentliches Zuhause. War ja dort auch schon irgendwie Zuhause. Schwelge in Erinnerungen der letzten 13 Monate. Höre einen Song im Radio. Lächle unwillkürlich, weil er mich an diesen einen wunderschönen Moment erinnert. Melancholie überrollt mich. Meine Augen werden glasig. In mir drin, ein Wirrwarr der Gefühle. Erlebnisse von 52 Wochen schwirren durch meinen Kopf und schreien danach mit jemandem geteilt zu werden. Viele Geschichten wurden schon erzählt, gehört und mit einem Schulternzucken vom Zuhörer bedacht. Die Geschichte verliert die Magie, Magie, die nur für mich und Beteiligte spürbar ist. Also vielleicht doch lieber Schweigen und die Magie behalten?




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"How was America?" This question I hear quiet often lately. It annoys me little. Of course I'm happy if someone is interested in me and my story. But expected is usually a quick and concise answer. And how can you pack events of 13 months in one or two sentences? Mostly I just say "It was good, really great!" But of course not everything was great. Just as life is. There were arguments, heartache, misunderstandings, doubts ... simply bad days. Quite often, I actually asked myself "Why am I doing this? What am I doing here?". Beeing a replacement mom for four kids, 45 hours per week is not an easy job, even though many people think "Oh babysitting, well, that must be fun!". It is hard work, mental and physical! Do not get me wrong. I love children, and in many, many years maybe I will have my own, but I want to enjoy my life with all its freedom and privileges. When you are once a mom, your own life is limited. In the end I am very glad that I made it through. If the bad days had not existed, I wouldn't have appreciated the good ones that much. And I did not just work. There were free weekends, vacation days and a travel month, which I have actually used to come to the number of 16 visited US states.

Now I'm back again. At home. My real home. I felt at home there already. Revel in memories of the last 13 months. Listen to a song on the radio. Smile involuntarily because it reminds me of this one beautiful moment. Melancholy overcomes me. My eyes are glazed. Inside me, a mess of emotions. Adventures of 52 weeks buzz through my head and scream to be shared with someone. Many stories were already told, heard, and treated with a shoulder twitch of the listener. The story loses the magic. Magic which only is visible for people who were involved and me. So maybe I should keep silence about my stories and keep the magic?


Freitag, 25. März 2016

Rematch Tipps [Au Pair]°

Was ist Rematch?

Rematch ist Chaos. Für manche kommt es überraschend, wie ein Schlag ins Gesicht. Andere wissen schon seit einer gewissen Zeit, dass sie darauf zusteuern und ringen sich letzendlich durch diesen riskanten Schritt zu gehen. 14 Tage die über den restlichen Verlauf deines Au Pair Abenteuers bestimmen werden. Eine unglaubliche Menge an Gefühlen, die auf dich hereinprasseln. Ungewissheit und Zweifel, was als nächstes kommt. War es die richtige Entscheidung? Ungeduld und Angst, wenn sich nach der ersten Woche immer noch keine Familie gemeldet hat. Traurigkeit, da man weiß, dass man in wenigen Tagen liebgewonnene Menschen verlassen muss. Erschöpfung, wenn man nach einem 9 Stunden Arbeitstag drei Skypeinterviews mit potentiellen Gastfamilien führt. Und letzendlich Glück und Hoffnung, wenn man eine Familie gefunden hat, die mit einem matchen will.


Rematch bezeichnet man den zweiwöchigen Prozess, in dem ein Au Pair versucht eine neue Gastfamilie zu finden. Die Entscheidung dazu kann vom Au Pair selbst kommen oder auch von der Gastfamilie. Du hast zwei Wochen, in denen dein Au Pair Profil auf der Website der Organisation wieder online gestellt wird und Gastfamilien die Möglichkeit haben dich zu kontaktieren. Wenn du am Ende dieser zwei Wochen keine Familie gefunden hast, musst du sofort nach Hause fliegen, da dein Visum gecancelt wird und du musst selbst für die Flugkosten aufkommen, was ziemlich teuer werden kann, da es ein lastminute Flug wäre. (So ist das jedenfalls bei AuPairCare. Ich weiß, dass es bei manchen Organisationen anders ist.)

Wann sollte ich ins Rematch gehen?

"Die Familie schien so perfekt zu sein und wir haben uns in den Skypegesprächen super gut verstanden." Hab ich von Rematch-Au Pairs so oft gehört. Doch lebt man dann erstmal für paar Wochen mit der scheinbar perfekten Familie, sieht man, dass sie dann doch nicht so toll sind und mehr Macken haben als man dachte. 
 Ich will gleich mal klar stellen, liebe Au Pairs, es gibt keine perfekte Familie. Jede Familie hat so ihre kleinen oder auch größeren Macken, genauso wie wir Au Pairs nicht perfekt sind. Wir kommen in Amerika an und tauchen in eine andere Kultur ein, leben mit einer Ami-Familie unter einem Dach. Sicher ist da nicht alles so wie zuhause und man muss dafür offen sein und sich ein stückweit anpassen können. Wenn du Probleme mit irgendetwas hast, versuch mit deiner Gastfamilie darüber zu sprechen, oft ahnen die überhaupt nicht, dass das gerade ein Problem für dich darstellt, weil es für sie vielleicht total normal ist. Im Zweifelsfall kannst du natürlich auch deine Areadirektorin daraufhin ansprechen.

Wenn das aber alles nichts hilft und du dich immernoch unwohl in der Gastfamilie fühlst, wenn ihr euch ständig streitet, die Gasteltern dich nicht respektieren, wenn du nicht du selbst sein kannst oder regelrecht Angst hast Zeit mit der Familie zu verbringen, dann ist Rematch wohl die richtige Entscheidung für dich.

Ich bin im Rematch, was nun?

Du hast dich überwunden und bist diesen riskanten Schritt gegangen, hast mehrere unangenehme Gespräche mit deiner Gastfamilie und Areadirektorin hinter dich gebracht. Deine Areadirektorin hat dir erzählt, dass du wahrscheinlich keine Familie findest und du schonmal das Geld für deinen Heimflug bereit halten sollst? Okay, dann heißt es jetzt positiv bleiben und glaub nicht alles, was deine AD erzählt, die mögen nämlich keine Rematch-Au Pairs, weil die denen ne Menge Arbeit bereiten.
Ich kenne viele Au Pairs die im Rematch waren und alle haben bisher ne neue Familie gefunden. Also seid geduldig, manchmal dauert es eine Weile bis die ersten Anfragen kommen. Wärend ihr auf Anfragen wartet, fragt alle eure in den USA lebenden Freunde, ob sie Familien kennen, die ein Au Pair suchen. Und fragt eure Au Pair Freunde, nach den E-mail-Adressen ihrer AD's und schreibt diese dann an, dadurch hatte ich ne ganze Menge mehr Auswahl an Familien. Was auch helfen kann, ist in alle möglichen Au Pair Gruppen in Facebook zu posten. 

Wenn du dann Anfragen hast und jeden Abend Skypegespräche und Telefonate mit potenziellen Gastfamilien führst geh positiv an die Sache ran. Ich mein, du weißt ja eigentlich wie es läuft. Es ist nochmal das gleiche, wie ganz am Anfang nur diesmal mit etwas mehr Zeitdruck. Mach dir vorher Gedanken, was du Fragen möchtest, sei ehrlich und so positiv wie möglich.
 Sicher werden die Familien dich fragen, wie es zum Rematch gekommen ist und was das Problem war und das solltest du auch ehrlich beantworten, aber bitte bleib respektvoll deiner alten Gastfamilie gegenüber. Sag nicht sowas wie "Die sind einfach sch****.", auch wenns so ist oder du das so fühlst. Versuch das Problem sachlich zu schildern. Denn du darfst nicht vergessen, die Familie versucht sich gerade ein Bild von dir zu machen und wenn du respektlos über deine derzeitige Gastfamilie redest, müssen die davon ausgehen, dass du über sie später eventuell auch mal so reden wirst.

LG Lydia°

Samstag, 27. Februar 2016

Lebenszeichen°

Ich fühl mich schuldig! Ich wollte euch ja auf dem Laufenden halten über mein Abenteuer in Amerika. Allerdings hat mich dieses Abenteuer so sehr in Anspruch genommen, dass ich keine Zeit hierfür gefunden habe. Um ehrlich zu sein war ich meistens einfach zu erschöpft und faul, nach einem Arbeitstag voller Konflikte über Spielsachen, Essen, Mittagsschlaf oder den Osterhasen. Meistens sitz ich dann einfach nur in meinem super schönem Bett oder meiner Couch und genieße den Luxus einen eigenen Fernseher mit Netflix mein Eigen nennen zu dürfen (wenigstens bis Oktober).



Okay aber fangen wir mal von vorn an, bei mir hat sich einiges verändert. Wie ihr jetzt vielleicht erraten könnt, es hat auch mich getroffen, was viele Au Pairs so sehr fürchten... Rematch. Es war meine eigene Entscheidung und soviel kann ich sagen, es war die richtige! Ich möchte jetzt gar nicht so sehr auf den Rematch Prozess eingehen, das würde diesen Post sprengen. Ich habe einen extra Post dazu schon in Planung. 

Glücklicherweise habe ich eine neue Hostfamilie gefunden und bin nun wirklich super glücklich. Ich lebe jetzt in Forth Worth/Texas, habe das eisige Schneegestöber in Iowa gegen sommerliche Temperaturen und Sonnenschein eingetauscht. Ich liebe es, nach der Arbeit in den nahegelegenen und wunderschönen Park zu gehen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages und die Ruhe dort zu genießen. Die Anzahl meiner Hostkids hat sich verdoppelt und somit auch die Anzahl sterbender Nervenzellen, aber ich liebe meine drei Jungs und klein Rosie, die gerade Laufen lernt. Meine Gasteltern sind super relaxed drauf und sind echt großzügig mit mir. Den Netflix-TV hatte ich ja schon erwähnt, da wäre dann noch die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, ein brandneues I-Phone S5, Deko für meinen Raum und für meinen Geburtstag nächste Woche schenken sie mir einen Tag im Spa mit Massage und co.


Da ich das erste Au Pair in dieser Familie bin und sie auch erst seit sieben Monaten hier wohnen, durfte ich meinen Raum selbst mit gestalten. Was wirklich nice ist! Als ich hier ankam, war mein Zimmer noch ne totale Baustelle (keine Tür, Wand noch nicht ganz verputzt) und ich hab im Zimmer der Tochter geschlafen. Ich bin mir sicher, viele hätte das etwas verschreckt und ja ich gebe zu, ich war es auch etwas, als ich das erste Mal mein zukünftiges Zimmer sah. Sie hatten mir gesagt, dass mein Zimmer noch nicht fertig war, aber dass es totale Baustelle ist, hatte ich nicht erwartet. Aber im Endeffekt war es ganz gut, da ich mit helfen konnte, das Zimmer fertig zu bauen und ich hab meine Möbel weiß gestrichen. So hatten wir gleich ein gemeinsames Projekt und ich hab mich von Anfang an wohl gefühlt. Inzwischen bewohne ich mein eigenes, fast fertiges Zimmer. Es fehlen noch ein paar Bilder an der Wand, ein Sofaüberzug, eventuell ein flauschiger Teppich vor meiner Couch und ein Fenster.

Ein paar andere Au Pairs von hier habe ich auch schon kennen gelernt. Und da ich das einzige Au Pair in der Stadt (von unserer Organisation) bin, was die Möglichkeit hat ein Auto zu nutzen bzw. sich traut hier Auto zu fahren, bin ich auch gleich super beliebt, haha. Ich hab hier kein eigenes Auto, wie es in Des Moines der Fall war. Das ist der einzige kleine Nachteil, aber meine Gasteltern geben ihr Bestes, ein Auto für mich frei zu machen, wann immer ich es möchte. Ich kann mich hier wirklich nicht beklagen.

LG Lydia°




Dienstag, 8. Dezember 2015

Chicago Love°



Es ist schon wieder über eine Woche her, dass ich in Chicago war. Ich erinnere mich, als wenn es gestern gewesen wäre. Gleichzeitig fühlt es sich aber auch so unglaublich weit entfernt und unecht an, wie ein Traum. Es war eines der besten Wochenenden in meinem bisherigen Leben, wenn nicht sogar das beste. Möglicherweise manipuliert mein Gehirn die Erinnerungen und lässt sie schöner wirken, als sie tatsächlich waren. Aber es waren drei besondere Tage und Nächte für mich in einer atemberaubend schönen Stadt mit wundervollen Menschen. Ich erinnere mich an lange Gespräche mit meinem Couchsurfing Host, begleitet von guter Musik und Wein bis Morgens um 5 Uhr. Viele Stunden Schlaf hab ich an diesem Wochenende nicht genossen, aber das ist okay. Schlafen kann ich auch ein andermal. Ich war im John Hancock Center, ein 240 m hoher Wolkenkratzer und habe Chicago von oben gesehen, habe das Art Institute besucht, war im Milenium Park, hab Leute beim Eislaufen beobachtet, war im Maggi Daley Park und hab den View auf Chicago in einer Korbschaukel genossen, hab die Chicago Bean gesehen, war etwas shoppen, schließlich war Blackfriday, bin auf der Michigan Avenue quer durch eine protestierende Menge gestiefelt, habe eine Comedyshow besucht, war auf dem Navy Pier, hab mich mit der Straßenbahn verfahren, war auf einem Weihnachtsmarkt(nach deutsche Art), hab Deep Dish Pizza gegessen, war im Zoo und habe eine beeindruckende Lichtershow gesehen, war zu einem Friendsgiving und habe ein Hähnchen in einer Drehtür zerquetscht. Und das in nur 72 Stunden und dabei war das noch gar nicht alles.



Thanksgiving Dinner mit den Freunden meines Hosts. Er hat übrigens auch diese beiden Bilder gemacht.






Eisläufer im Millenium Park

Chicago River


"Christkindlmarket"

im Zoo

Ich hatte eine Menge schöner Momente mit Au Pairs von Chicago.

Aussicht vom Hancock Tower

LG Lydia°